Kinder

Adenoide (Rachenmandeln)

Vergrößerte Adenoide, umgangssprachlich oft „Polypen“ genannt, können bei Kindern zu behinderter Nasenatmung, Mundatmung, Schnarchen, unruhigem Schlaf, häufigen Infekten, Mittelohrergüssen und Hörproblemen führen. In unserer Praxis klären wir sorgfältig ab, ob die Rachenmandel die Beschwerden verursacht und ob eine konservative Behandlung ausreicht oder eine operative Entfernung, die Adenotomie, sinnvoll ist.

Adenoide (Rachenmandeln)

Typische Hinweise auf vergrößerte Adenoide sind eine dauerhaft verstopfte Nase, Mundatmung, nächtliches Schnarchen, unruhiger Schlaf, häufige Infekte der oberen Atemwege oder eine näselnde Sprache. Auch Ohrprobleme können damit zusammenhängen, da die Rachenmandel die Belüftung des Mittelohres stören kann. Dadurch können Mittelohrergüsse, wiederkehrende Mittelohrentzündungen, Hörminderung oder eine Verzögerung der Sprachentwicklung auftreten.

Vor jeder Behandlung erfolgt eine sorgfältige HNO-ärztliche Untersuchung. Dabei beurteilen wir die Beschwerden Ihres Kindes, die Nasenatmung, den Nasenrachenraum, die Ohren und das Hörvermögen. Je nach Befund können ein Hörtest und eine Tympanometrie zur Beurteilung der Mittelohrbelüftung sinnvoll sein.

Nicht jede vergrößerte Rachenmandel muss operiert werden. Wenn die Beschwerden mild sind oder nur vorübergehend auftreten, können zunächst konservative Maßnahmen und Verlaufskontrollen ausreichend sein. Wenn jedoch deutliche Beschwerden bestehen, die Nasenatmung dauerhaft eingeschränkt ist, das Kind schlecht hört oder wiederholt Mittelohrergüsse auftreten, kann eine operative Entfernung der Rachenmandel sinnvoll sein.

Die operative Entfernung der Adenoide (Rachenmandel) wird Adenotomie genannt. Dabei wird die vergrößerte Rachenmandel in einer kurzen Narkose über den Mund entfernt. Von außen entstehen keine sichtbaren Narben.

Wenn gleichzeitig ein Mittelohrerguss besteht, kann die Adenotomie mit einem Trommelfellschnitt und gegebenenfalls der Einlage von Paukenröhrchen kombiniert werden.

Vor einer Operation besprechen wir mit den Eltern ausführlich die Indikation, den Ablauf, mögliche Alternativen, die Narkose und die Nachsorge. Kinder können bei uns in der Regel ab dem 2. Lebensjahr und mit einem Körpergewicht von mehr als 10 kg operiert werden, sofern keine relevanten Begleiterkrankungen bestehen.

Häufige Fragen

Was sind Adenoide bei Kindern?

Adenoide sind vergrößerte Rachenmandeln im Nasenrachenraum. Umgangssprachlich werden sie häufig als „Polypen“ bezeichnet. Sie können die Nasenatmung und die Belüftung der Ohren beeinträchtigen.

Welche Beschwerden verursachen vergrößerte Adenoide?

Typische Beschwerden sind Mundatmung, eine dauerhaft verstopfte Nase, nächtliches Schnarchen, unruhiger Schlaf, häufige Infekte, näselnde Sprache, Mittelohrergüsse, Hörprobleme oder wiederkehrende Mittelohrentzündungen mit einer möglichen Beeinträchtigung der Sprachentwicklung.

Wie werden Adenoide festgestellt?

Zunächst erfolgt ein ausführliches Gespräch mit den Eltern und eine HNO-ärztliche Untersuchung. Je nach Alter und Befund können zusätzlich ein Hörtest, eine Tympanometrie oder eine Untersuchung des Nasenrachens durchgeführt werden.

Kann die Adenotomie mit Paukenröhrchen kombiniert werden?

Ja. Wenn gleichzeitig ein Mittelohrerguss oder eine gestörte Belüftung des Mittelohres besteht, kann die Adenotomie mit einem Trommelfellschnitt und gegebenenfalls der Einlage von Paukenröhrchen kombiniert werden.

Ab welchem Alter kann eine Adenotomie durchgeführt werden?

In unserer operativen Betreuung können Kinder in der Regel ab dem 2. Lebensjahr und mit einem Körpergewicht von mehr als 10 kg operiert werden. Voraussetzung ist außerdem, dass keine relevanten Begleiterkrankungen vorliegen.

Können Adenoide nachwachsen?

In seltenen Fällen kann sich Rachenmandelgewebe erneut vergrößern. Wenn wieder Beschwerden wie Schnarchen, Mundatmung, häufige Infekte oder Ohrprobleme auftreten, sollte eine erneute HNO-ärztliche Kontrolle erfolgen.

Ähnliche Leistungen

Mittelohrentzündung (Otitis media) und Paukenergüsse bei Kindern
Mittelohrentzündung (Otitis media) und Paukenergüsse bei Kindern
Mittelohrentzündungen und Paukenergüsse gehören zu den häufigsten Ohrproblemen im Kindesalter. Sie können Ohrenschmerzen, Druckgefühl, Fieber, Hörminderung oder eine verzögerte Sprachentwicklung verursachen. In unserer Praxis klären wir sorgfältig ab, ob eine konservative Behandlung, Verlaufskontrolle oder bei länger bestehendem Erguss ein Trommelfellschnitt mit Paukenröhrchen sinnvoll ist.
Mandelentzündung und vergrößerte Mandeln bei Kindern
Mandelentzündung und vergrößerte Mandeln bei Kindern
Wiederkehrende Mandelentzündungen oder stark vergrößerte Gaumenmandeln können bei Kindern zu Halsschmerzen, Fieber, Schluckbeschwerden, Schnarchen, unruhigem Schlaf oder nächtlicher Atembehinderung führen. In unserer Praxis klären wir sorgfältig ab, ob eine konservative Behandlung ausreicht oder ob eine Mandelverkleinerung beziehungsweise Mandelentfernung sinnvoll ist. Die Entscheidung erfolgt nach Beschwerdebild, Untersuchungsbefund und unter Berücksichtigung der aktuellen HNO-Leitlinien.
Neugeborenen-Hörscreening
Neugeborenen-Hörscreening
Das Neugeborenen-Hörscreening dient der frühen Erkennung angeborener Hörstörungen. Eine rechtzeitige Abklärung ist wichtig, da gutes Hören eine zentrale Voraussetzung für Sprachentwicklung, Kommunikation und Lernen ist. In unserer Praxis führen wir das Hörscreening und weiterführende Hörkontrollen bei Säuglingen und Kindern durch.
Kindliches Schnarchen & Schlafapnoe
Kindliches Schnarchen & Schlafapnoe
Schnarchen bei Kindern sollte ernst genommen werden, wenn es regelmäßig auftritt, mit unruhigem Schlaf, Mundatmung, Atempausen, Tagesmüdigkeit oder Konzentrationsproblemen verbunden ist. In unserer Praxis klären wir sorgfältig ab, ob vergrößerte Rachenmandeln, Gaumenmandeln, eine behinderte Nasenatmung oder andere HNO-Ursachen eine Rolle spielen.